10.11.2000

Selbstverteidigungskurs für Mädchen

In zehn Unterrichtseinheiten erfuhren die 12 Teenager im Alter von 14 bis zu 19 Jahren, wie man so manche Gefahrensituationen vermeiden kann und sie erlernten einfache Tritt- und Schlagtechniken. Den theoretischen Teil bestritten Kriminalkommissar Harald Dötsch und Kriminaloberkommissar Georg Vollmuth gemeinsam. Beide Beamte opferten dafür ihre Freizeit und stellten sich unentgeltlich zur Verfügung! Herr Vollmuth ist bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Kripo Schweinfurt für verhaltensorientierte Vorbeugung zuständig.

Im praktischen Teil trainierte Harry Dötsch, der über viel Erfahrung im Kampfsport und in Selbstverteidigung verfügt, die Teenager. Den größten Teil seines über 20-jährigen Berufslebens war er im Personenschutz eingesetzt und war unter anderem Bodyguard des damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß und der heutigen Kultusministerin Monika Hohlmeier. Die Selbsthilfegruppe bot den Kurs an, um den Sinn der Jugendlichen für Gefahrensituationen zu schärfen. Sie sollen eine sich zuspitzende Lage früher erkennen, ein "Nein" deutlicher artikulieren und es notfalls mit körperlichem Einsatz unterstreichen können. Wer ein gesundes Selbstvertrauen hat, wird weniger leicht Opfer einer Straftat.

Selbstbewusstsein verhindert auch ein Sich-Ausgrenzen bei der im Rahmen der Diabetestherapie notwendigen Blutzuckermessungen oder dem Spritzen von Insulin in der öffentlichkeit. Die Jugendlichen wurden daran erinnert, dass sie bei sportlicher und mentaler Anstrengung ihr Insulin reduzieren müssen, damit sie nicht unterzuckern. Natürlich soll durch solche Veranstaltungen auch die Bindung an die SHG gestärkt werden, denn sie ist positiv für ein hohes Maß an Compliance (Therapiebereitschaft).

Vielen Dank an Frau Bindatsch von der Fa. Lilly - sie sponserte die Hallengebühr und sonstigen Auslagen.

Auffrischungskurs am 23.11.2001 im Judoraum der Polizeidirektion Schweinfurt!

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22.09.2000

Workshop "Familienplanung" für Teenager und Twens

Pro Jahr gibt es ca. 1500 Schwangerschaften von Typ-1-Diabetikerinnen.

Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung der Universitäts-Kinderklinik Würzburg am 20.11.99 hatte PD Dr.med. Hermann Müller, Oberarzt der Universitäts-Kinderklinik, zum Thema "Besonderheiten bei Schwangeren mit Typ I Diabetes" referiert. Er zeigte Risiken für Mütter und Kinder auf und erklärte die Gründe für mögliche Komplikationen.

Es bestehe u.a. ein höheres Risiko für Fehlbildungen gegenüber Schwangerschaften von Nichtdiabetikerinnen, so Müller. Erhöhte Blutzuckerwerte der Mutter während der Frühschwangerschaft, also zum Zeitpunkt der Anlage der kindlichen Organe seien dafür verantwortlich. Nicht nur aus diesem Grund müssten Diabetikerinnen die Schwangerschaft planen und vorher den Diabetes optimal einstellen!

Ziele der Stoffwechseleinstellung seien:

  • ein BZ vor Mahlzeiten bis ca. 120 mg/dl,
  • ein BZ nach Mahlzeiten bis ca. 140 mg/dl,
  • HbA1c unter 7,0%.

Gerade weil die Familienplanung bei Diabetikerinnen besonders wichtig ist, gab Dr. Müller einen Abriss über alle möglichen Verhütungsmethoden mit entsprechender Empfehlung für Diabetikerinnen (Risiko der ungewollten Schwangerschaft sowie mögliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel).

Der Vortrag an der Uni Würzburg veranlasste unsere SHG, zusammen mit dem Gesundheitsamt des Landratsamtes Schweinfurt sowie zwei Diabetologen DDG einen Workshop zu veranstalten.

15 Jungen und Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren befassten sich in drei Stunden mit den Themen Zyklus und Schwangerschaft allgemein und Vertrauen und Rücksicht in der Partnerschaft. Die Schwerpunkte lagen auf Verhütungsmethoden und Wechselwirkung bzw. Verträglichkeit mit dem Diabetes.

Es moderierten Silvia Kraußold, Ute Fell-Kraus und Uwe Baumgärtner, drei Dipl. Sozialpädagogen im Gesundheitsamt des Landratsamtes Schweinfurt. Sie demonstrierten auch die eine oder andere praktische Anwendung. Frau Opitz-Vogel (Ärztin für Allgemeinmedizin, Schweinfurt) und Herr Dr. med. Koch (Oberarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche des Leopoldina Krankenhauses Schweinfurt) ergänzten den Workshop von ärztlicher Seite.

Bei einem anschließenden gemeinsamen Abendessen wurde noch lebhaft über die Veranstaltungsinhalte diskutiert.

Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes für die Vorbereitung und Durchführung und beiden Ärzten für die Teilnahme und Beratung.

Vielen Dank auch an Frau Manderfeld-Keller von der Fa. Menarini für das Sponsoring!

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08.06.2000

"Rund um den Diabetes" - Leopoldina-Fortbildung

Am Donnerstag, dem 08. Juni, begrüßte Dr. Giesen etwa 80 Gäste, die sich im Vortragssaal des Leopoldina-Krankenhauses eingefunden hatten, um im Rahmen einer Abendveranstaltung mit Themen rund um den Diabetes die eine oder andere Neuigkeit bzw. Auffrischung zu erfahren. Erfreulich ist, dass etwa 30 Kinder und Jugendliche unter den Zuhörern waren.

Dr. Giesen (Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche) schätzte die Zahl der Diabetiker im Kindes- und Jugendalter bundesweit auf ca. 150000. Letzendlich sei eine Autoimmunerkrankung der Grund, dass mit (inzwischen gentechnisch hergestelltem) Insulin behandelt werden muß. Die seit 1970 praktizierte Selbstkontrolle (etwa seit 1980 mit Messgeräten, wie wir sie heute kennen) hätten viele Vorteile für den Diabetiker gebracht, insbesondere mehr Verständnis für den Diabetes, eine freizügigere Diät und vor allem mehr Lebensqualität.

Dr. Koch (Diabetologe DDG, Oberarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche) gab eine komplette Übersicht über alle derzeit auf dem Markt befindlichen Insulinarten und stellte unterschiedliche Therapien vor. Hier einige wichtige Kernaussagen:

  • eine höhere Dosis verlängere die Wirkungsdauer (bei Normalinsulin bis zu 10-12 statt 4-6 Stunden)
  • von den Insulinen mit Zinkanteil sei lediglich Semilente für Jugendliche geeignet (Wirkung 12-16 Stunden); man könne es in der Nacht einsetzen, da es seine maximale Wirkung in den Morgenstunden erreiche, also dem sog. Dawn-Phänomen entgegenwirke
  • Semilente nicht mit Normalinsulin mischen, da sonst auch das Einsetzen der Wirkung des Normalinsulins verzögert werden könne
  • bei Anwendung von Mischinsulinen müsse zwar seltener gespritzt werden, man müsse sich aber an feste Essenszeiten halten, außerdem sei der Spritz-Ess-Abstand größer, als bei der isolierten Gabe von Normalinsulin
  • schnell wirkende Insulinanaloga (Humalog Lispro, Novo Actrapid) böten den Vorteil der Unabhängikeit beim Essen (kein Spritz-Ess-Abstand) und die Möglichkeit des Herunterspritzens, verursachten aber wegen der kurzen Wirkungsdauer "Insulinlöcher" vor dem Abendessen (deshalb wird oft zum Mittagessen eine dritte Basalgabe erforderlich) und begünstigten Hypoglykämien bei sportlicher Betätigung
  • langsam wirkende Insulinanaloga (z.B. Lantus Insulin glargin) seien gerade wegen ihrer gleichmäßigen Wirkdauer über 24 Stunden für jugendliche Diabetiker weniger geeignet (Dr. Koch legte dabei die Basalrate eines jugendlichen Diabetikers mit Pumpentherapie auf, die den unterschiedlich hohen Insulinbedarf im Laufe eines Tages darstellte.
  • inhalative Insuline könnten als Ergänzung zur Basalrate in naher Zukunft eine Alternative zum Spritzen der Bolusrate und zum Absenken hoher Blutzuckerwerte sein; abgesehen von der derzeit noch fehlenden Zulassung seien die zur Inhalation benötigten Gerätschaften derzeit noch zu unhandlich.

Heike Saal (Diabetesberaterin DDG, Diabeteszentrum des Leo) gab zunächst einen Abriß über die Geschichte des Diabetes, der seit etwa 1550 v. Chr. bekannt sei. Während früher die Betroffenen hätten sterben müssen, sei man in den letzten 80 Jahren in Riesenschritten voran gekommen. Die Therapie sei heute (zumindest theoretisch) kein Problem mehr. Da die Diät auf Grund geschulter Diabetiker und unterschiedlichster Insuline recht frei sei, gebe sie, so Heike Saal, nur einige allgemeine Hinweise, die sowohl für Diabetiker als auch für Stoffwechselgesunde gälten:

Unsere Ernährungsgewohnheiten:

  • zu viel
  • zu fett
  • zu süß
  • zu salzig
  • zu viel Alkohol
  • zu viel Eiweiß
  • zu viel Ballaststoffe

Nährstoffempfehlung:

  • 50 bis 60% Kohlenhydrate
  • 30 bis 35% Fett
  • 10 bis 15% Eiweiß

Zuviel Eiweiß lasse die Harnsäure ansteigen und begünstige Gicht und beim Diabetiker eine Schädigung der Nieren. Fett habe mehr als doppelt so viel kcal wie Kohlenhydrate oder Eiweiß - so hätten 10g Butter 100 kcal was 8 Tomaten oder 3 Salatgurken entspräche.

Laut Heike Saal spräche bei normaler Anwendung nichts gegen die Verwendung von Süßstoffen. (Wir werden demnächst an dieser Stelle über Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe berichten)

Sr. Manuela Gedig (Kinderstation des Leo) sprach über Selbstkontrolle und gab Empfehlungen dazu. Einige wichtige Punkte dazu seien hier wiedergegeben:

Wann sollte der Blutzucker gemessen werden?

  • nüchtern
  • vor jeder Mahlzeit
  • ab und zu 2 Stunden nach dem Essen
  • bei Unterzuckerungssymptomen
  • vor bzw. während sportlicher Betätigung
  • nachts bei Krankheit, Unterzucker, Therapieumstellung und bei großen Schwankungen während des Tages

Azetonmessungen seien sinnvoll:

  • wenn der Stoffwechsel durcheinander sei
  • bei BZ-Werten über 300 mg/dl
  • und bei Übelkeit.

Bei positivem Ergebnis sollte man sich nicht scheuen, die Klinik oder den Arzt anzurufen.

Sr. Manuela appelierte noch an die Ehrlichkeit der Aufzeichnungen. Auf der Grundlage einer "geschönten" Dokumentation könne keine Therapieumstellung erfolgen, scheinbar mit den Aufzeichnungen unvereinbare Werte könnten nicht erklärt werden.

Als fünfter Referent darf ich noch ein paar Tipps zum Umgang mit Kindergarten und Schule geben:

  • Erzieher und Lehrer nicht überfordern (nicht gleich beim ersten Kontakt von den eigenen Ängsten sprechen, nicht zu viele Informationen geben)
  • das emotional stabilere Elternteil sollte in die Sprechstunde gehen
  • während der ersten Zeit eine ständige Erreichbarkeit sicherstellen (Telefon am Arbeitsplatz, Handy, Oma)

Weitere Aufklärung möglich durch:

  • Spiele wie "Carbolino", "Mama, mir ist komisch" u.ä.
  • individuelles (auf ihr Kind zugeschnittenes) Anschreiben
  • Kurzfassung mit Notfallhinweisen für Pult oder Pinwand
  • Kurzschulung durch Diabetesberaterin/Arzt/Vertreter der Selbsthilfegruppe
  • zu jedem Lehrerwechsel und zu Schuljahresbeginn allen Lehrern und dem Sekretariat neue Infozettel zukommen lassen
  • ausführlichere Information auf Verlangen beschaffen

Vor Klassenfahrten jüngere unerfahrenere Kinder:

  • rechtzeitig abklären, ob man als Betreuer für alle Kinder mitfahren darf (das eigene Kind zuerst fragen!)
  • nicht aufdrängen, vielleicht misst ja auch der Lehrer in der Nacht zur Kontrolle
  • evtl. ständige Erreichbarkeit sicherstellen (bringt auch Sicherheit für den Betreuer)
  • Spritzplan vorbereiten (für Kind und/oder Betreuer)
  • Essenplan vorbeteiten (BE-Angaben, evtl.Absprache mit Köchin mgl.!)

Bei Problemen, vielleicht auch schon davor, Kontakt aufnehmen mit Diabetesbetaterin, Hausarzt oder Selbsthilfegruppe. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das auch aus Erfahrungen anderer lernen kann! Scheuen Sie sich nicht anzufragen, ob ihr Problem schon einmal von einem anderen Mitglied unserer SHG gelöst worden ist.

Im Anschluss an die Vorträge kam noch die Frage nach dem derzeitigen Stand von Inselzelltransplantationen auf. Allein schon die Fakten, dass pro Transplantation 100000 bis 200000 Inselzellen benötigt würden (also nicht genügend Spender zur Verfügung ständen), Abstoßungsreaktionen durch Einnahme von Immunsuppressiva vorgebeugt werden müsse und die Gefahr einer erneuten Autoimmunerkrankung nicht ausgeschlossen werden könne, lasse unsere Kinder nur bedingt in die Nähe der Zielgruppe einer solchen Transplantation rücken, so sinngemäß die Ärzte. Man müsse auch abwarten, ob die Tansplantationen nach 5 oder 10 Jahren immernoch als erfolgreich bezeichnet werden könnten.

Haftungsausschluss:
Der Bericht gibt die Meinung der Referenten wieder und ersetz in Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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17.06.1999

"Diabetische Augenerkrankungen" - Leopodina-Fortbildung

Etwa 80 Zuhörer waren der gemeinsamen Einladung von Chefarzt Dr. Giesen und unserer SHG gefolgt. Im Vortragsraum des Leopoldina Krankenhauses referierte Oberarzt Dr. Göbel, der sich an der Augenklinik der Uni Würzburg mit Netzhaut- und Glaskörperchirurgie sowie mit der Forschung auf dem Gebiet der Makulaödeme befasst. Der Referent schaffte es, mit einem Mindestmaß an Fachausdrücken auszukommen; auch die anschaulichen Dias trugen dazu bei, dass die Fortbildung rundum als gelungen bezeichnet werden konnte.

Dr. Göbel unterteilt in seinem Vortrag die Stadien der diabetischen Augenerkrankung in:

  • Hintergrundretinopathie - Mikroaneurysmen, Punktblutungen, kleinste Exsudationen (harte Exsudate = Fettablagerungen)
  • Präproliferative Retinopathie - weiche Exsudate (chemische Verquellungen der Nervenfasern), Gefäßveränderungen(besonders an den größeren Venen), kleine Infarkte der Netzhaut
  • Proliferative Retinopathie - Bildung neuer Gefäße, Blutungen und Vernarbungen, Netzhautablösung, intraokulare Blutungen

Bei Typ-I-Diabetikern sei, so der Referent, die Hintergrundretinopathie nicht immer die erste Stufe der Erkrankung, durchaus könne sich auch gleich ein schwerwiegenderes Stadium entwickeln.

Die von Herrn Dr. Göbel gemachten Kernaussagen möchte ich hier noch einmal sinngemäß wiederholen:

  • Diabetes beeinträchtigt den Linsenstoffwechsel und es kann zu Linsentrübungen und Flüssigkeitsaustritten kommen. Im Bereich von Netz- und Aderhaut kann es wegen der Schwächung der Gefäßwände zu "Aussackungen" in den Kapillargefäßen kommen (sog. Mikroaneurysmen). Es kommt zum Absterben kleinster Blutgefäße, zu Flüssigkeitsaustritten in die Netzhaut und Schlackebildung (sog. harte Exsudate).
  • Bei fortschreitender Retinopathie sterben immer mehr Kapillargefäße ab und es bilden sich neue, minderwertige Gefäße an der Netzhaut und an der Iris. Sollte die Krankheit weiter fortschreiten, beeinträchtigt dies den Sehnerv und eine Verschlechterung der Sehschärfe (i.d.R. beide Augen gleichzeitig) ist zu erwarten. Die Gefahr, die von neuen Gefäßen ausgeht, besteht in der unkontrollierten Vernarbung der Netzhaut; die Narben "ziehen" an der Netzhaut, was zu einer Netzhautablösung führen kann und eine irreparable Sehverschlechterung nach sich zieht (im Extremfall bis zur Erblindung).
  • In der Regel sind in den ersten drei bis fünf Jahren keine Veränderungen zu erkennen. Die Besuche beim Augenarzt können deshalb in größeren Abständen erfolgen, jedoch mind. 1 x im Jahr. Während der Pupertät sind halbjährliche Intervalle angebracht, bei beginnenden Veränderungen kürzere. Bei der Augenuntersuchung sollte ab und zu eine Pupillenerweiterung durchgeführt werden, da sonst eine Früherkennung kaum oder nur schwer möglich ist.
  • Eine Fluoreszenz-Angiographie (Farbstoffuntersuchung) sei, so Dr. Göbel auf gezielte Frage, nur dann nötig, um nach diagnostizierter Retinopathie das Ausmaß der Flüssigkeitsaustritte festzustellen.
  • Nach der Diabetesdauer scheint die Qualität der Stoffwechseleinstellung den stärksten Einfluß auf die Entwicklung einer Retinopathie zu haben. Eine gute Stoffwechseleinstellung ist auch die Voraussetzung für eine gute und erfolgreiche Behandlung.
  • Eine medikamentöse bzw. chemische Behandlung scheint nicht in Sicht zu sein.
  • Regelmäßige und häufige Kontrollen und ein zeitgerechter Beginn der Laserbehandlung sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Selbst bei noch voller Sehschärfe kann die Behandlung mit Laser schon angezeigt sein, um erste Einschränkungen der Sehkraft zu verhindern.
  • Bei einer Laserbehandlung werden (auf mehrere Sitzungen verteilt) mit oft weit über 1000 "Laser-Schüssen" Blutungsquellen gezielt verschlossen. Durch die Zerstörung krankhaft veränderter Gefäße u.a. können Ödembildungen und Lipidablagerungen verringert werden.
  • Auch bei fortgeschrittener Retinopathie ist die Laserbehandlung sehr wirksam und kann, je nach Stadium, einen Stillstand der Erkrankung bewirken. Nach Lasern von ca. 30 Prozent der Netzhaut ist jedoch ein Ende der alleinigen Therapie mit Laser erreicht.
  • Aber selbst Glaskörperblutungen (zwischen Linse und Netzhaut), Vernarbungen im Glaskörper oder gar Netzhautablösungen sind noch behandlungsfähig. Gegebenenfalls werden Teile des Glaskörpers bei gleichzeitigem Lasern entfernt, so dass die Sehkraft erhalten werden kann.
  • Untersuchungen hätten ergeben, so Dr. Göbel, dass nach 5- bis 10-jähriger Diabetesdauer 27 %, nach 10- bis 30-jähriger Dauer 71 % und nach über 30-jähriger Diabetesdauer über 90 % der Patienten an (irgendeiner Form von) Retinopathie leiden. Lt. einer weiteren Untersuchung (Trial DCCT 1993) reduziere die intensivierte Therapie (4 - 6Spritzen am Tag) im Gegensatz zu konventionellen Therapie (2 Spritzen am Tag) die Gefahr an einer Retinopathie zu erkranken um ca. 30 %. Der oben angegebene Prozentsatz dürfte sich mittlerweile also verbessert haben, da heute früher auf eine intensivierte Therapie umgestellt werde.

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung des Referenten wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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01.04.1999

Teenes bei "Antenne Bayern" in München

Kurz vor Ostern starteten wir am 01. April um 07.00 Uhr zu unserem Ausflug nach München. Wir fuhren ohne große Zwischenfälle - Vollbremsung und Staus kamen erst später - zur Besichtigung desRadiosenders, den wir während der gesamten Busfahrt gehört hatten: Antenne Bayern.

Insgesamt ist das Medienzentrum bei Ismaning ein riesiger Gebäudekomplex, viel größer als ich es mir vorgestellt hatte. Antenne Bayern selbst hat bis zu 130 Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen. Von Werbung, Promotion und Marketing, über Liederwünsche bis Wettervorhersage und Nachrichten bekamen wir alle Abteilungen gezeigt und erklärt. Nach einem solchen Rundgang weiß man, dass Radiosenden kein willkürliches Musikauswählen mit etwas Information dazwischen ist. Tatsächlich ist alles genauestens durchgeplant, dem Moderator bleibt kaum Spielraum, er verbindet eigentlich nur die Musiktitel bzw. Programmblöcke.

Nach der Führung fuhren wir bei bestem Wetter zum Italiener "Cavallino" nach Unterföhring. Antenne Bayern hatte uns dort Plätze reserviert. Anschließend hatten wir ca. drei Stunden für einen Stadtbummel in München zur Verfügung. Wir hatten ausreichend Gelegenheit, die großen Gebäude, Kirchen und Sehenswürdigkeiten Münchens sowie die Menschenmassen auf uns wirken zu lassen. Das gute Wetter steigerte unsere Laune enorm und einige von uns trafen sich in einem Straßencafé zu einem Eis wieder.

Nach fast vier Stunden Fahrt kamen wir nach einem schönen Tag gegen 21.30 Uhr wieder inSchweinfurt an.

Vielen Dank auch an dieser Stelle an Frau Schumann von der Firma Bayer Diagnostics, die den Löwenanteil der Busfahrt gesponsert und an Herrn Günther von der Firma Hoechst Marion Roussel, der uns zum Mittagessen eingeladen hat.

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Aktivitäten 2000 und davor

Events 2000 und davor