24.09.2002

Auf die richtige Nadel kommt es an

Vortrag im St.Kilian PfarrzentrumEinen interessanten Vortrag hielt am 24.September Frau Gabriele Heuß von der Fa.Beckton Dickinson im Rahmen unseres Gruppentreffs im St. Kilian Pfarrzentrum in Schweinfurt.

Neben Ernährung und Bewegung sei der richtige Einsatz des Insulins ein Hauptfaktor einer guten Diabetes-Therapie, so Frau Heuß. Die Injektion in die gehaltene Hautfalte sei der einzig sichereWeg, um eine intramuskuläre (in den Muskel) Injektion auszuschließen. Dann sei auch die Nadellänge (erhältlich von 5 bis 12,7 mm) irrelevant und das Insulin gelange in das Unterhautfett- gewebe.

Mit einer entsprechend kurzen Nadel könne man jedoch bei schlanken Diabetikern sicher ohne Hautfaltenbildung in das Gesäß spritzen, Normalgewichtige würden auch im Bauch nicht Gefahr laufen, das Muskelgewebe zutreffen, jedoch selbst übergewichte sollten sich nicht ohne Hautfaltenbildung in den Oberschenkel injizieren, da an dieser Stelle wenig Fettgewebe vorhanden sei.

Injektionswinkel ohne Hautfaltenbildung: 45°
Injektionswinkel ohne Hautfaltenbildung: 45°
Injektionswinkel mit Hautfaltenbildung: 90°
Injektionswinkel mit Hautfaltenbildung: 90°
Hautfaltenbildung erfolgt mit 3 Fingern...
Hautfaltenbildung erfolgt mit 3 Fingern...
ohne die Muskulatur anzuheben
ohne die Muskulatur anzuheben

Welches Insulin wohin?

Die Insulinwirkung werde beeinflusst, so Frau Heuß, durch:

  • Art und Menge des Insulins
  • Insulinkonzentration
  • Auswahl der Injektionsstelle
  • Durchblutung des Unterhautfettgewebes
  • Muskelbewegung
  • Injektion in verändertes Gewebe.

Die beste Stelle für schnelle Insuline sei der Bauch, langsame Insuline spritze man am besten in die Außenseite des Oberschenkels oder in das Gesäß, dort sei die Absorption (Aufnahme) langsamer. Die Absorption von Lantus sei laut einer Verlautbarung der Fa. Aventis von der Spritzstelle unabhängig, so Frau Heuß.

Durchblutung der Unterhaut und Muskelbewegung hätten einen großen Einfluss auf die Insulinwirkung: Massage des Injektionsbereiches, Erwärmung, heiße Bäder oder Sauna, sportliche Betätigung (Gehen und Laufen nach Oberschenkelinjektionen beschleunigen die Insulinwirkung bis um das 7-fache!). Keine Injektionen in verändertes Gewebe (Narben, Muttermale, Varizen, Lipodystrophien, Hämatome)!

Wie lange kann man die Nadeln verwenden?

Klar, dass Frau Heuß die Auffassung vertritt, man solle die Nadeln nur für eine Injektion verwenden. Klar, dass viele unserer Mitglieder aus Kostenbewusstsein oder vielleicht auch aus Bequemlichkeit ihre Kanülen mehrmals verwenden.

Die nachfolgenden Abbildungen sprechen gegen (mehrmalige) Wiederverwendung von Kanülen. Frau Heuß berichtet, es sei häufig zu beobachten, dass die äußerste Nadelspitze in Form eines Hakens gebogen wird. Die Deformation der Nadelspitze nehme bei mehrmaliger Wiederverwendung zu und könne zu teilweise unsichtbaren Hämatomen führen. Das Gewebe werde nicht verdrängt, sondern zerrissen (sog. kleinste Mikrotraumen). Lokale Wachstumsfaktoren würden deshalb ausgeschüttet und führten in Verbindung mit der anabolen (den Aufbaustoffwechsel fördernde) Wirkung des Insulins zu Lipohypertrophien (Verhärtungen und Knötchen im subcutanen Gewebe).

neue Nadel
neue Nadel
Nadel 3x verwendet
Nadel 3x verwendet
Nadel 6x verwendet
Nadel 6x verwendet

Ein Teufelskreis könne beim Spritzen in Lipohypertrophien entstehen, denn da dort die Injektion weniger schmerzhaft sei, werde die Stelle meist bevorzugt. Aber die Resorption von Insulin aus diesen Verhärtungen sei unberechenbar (bis zu 30% mehr Insulin erforderlich) und die Insulindosis müsse erhöht werden. Spritze man nun die höhere Dosis in gesundes Gewebe bestehe die Gefahr von Unterzuckerungen.

Noch ein paar Tipps:

Frau Heuß empfiehlt, die Nadeln nach der Injektion von der Insulinkartusche zu entfernen. Bleibe die Kanüle dran, entstünden Luftblasen und der Endpunkt bei Injektionen sei schwer zu bestimmen. Dann sei die Empfehlung der Hersteller, die Nadel ca. 10 Sekunden in der Einstichstelle zu lassen, unzureichend.

Auch solle man grundsätzlich vor der Injektion eine Einheit "abspritzen". Dann sei man sicher, dass die Kanüle richtig aufgesetzt worden bzw. dass die Nadel nicht verstopft ist. Die Lanzetten der Fa. BD passen in alle Stechhilfen (ausgen. Softclix von Roche).

Die Lanzetten anderer Hersteller hätten einen Durchmesser von 0,7 bis 0,4 mm. BD Lanzetten hätten den kleinsten Durchmesser von nur 0,2 mm. Frau Heuß: kleinere Wunde = weniger Schmerz.

Für Ärzte: Kennzeichnen Sie in der Verordnung Pen-Nadeln, Insulinspritzen, Lanzetten und Stechhilfen als Hilfsmittel, damit diese Produkte nicht zu Lasten Ihres Arzneimittelbudgets gehen.

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung der Referentin wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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06.07.2002

Sommerfest 2002

Am 06. Juli fanden wieder etwa 90 Mitglieder zu unserem traditionellen Sommerfest nach Schweinfurt auf die "Jägerwiese". Abgesehen von zwei/drei Regentröpfchen hatten wir wieder angenehmes Wetter und konnten im Freien bleiben.

Grillen
Ab 12.00 Uhr wurde auf drei Grills gebrutzelt. Die Salate, die mitgebracht worden waren, reichten wie immer aus.
Basteln von "Knautschies"
Die Kinder und jugendlichen Gäste hatten allerlei Kurzweil beim Basteln von "Knautschies"...
Kurzweil beim Klettern und diversen Rasenspielen
und beim Klettern, bei diversen Rasenspielen oder einfach beim Ratschen.
Kuchentheke
Unsere Kuchentheke findet viel Anklang
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15.06.2002

Gokart-Fahren 2002

Am 15. Juni trafen sich Teens und Twens am Geodrom in Gerolzhofen zum Gokart-Fahren. Mit 24 Racern waren heuer fast doppelt so viele Teilnehmer wie im letzten Jahr der Einladung gefolgt.

Herr Kamm wies in die Bedienung der Karts und die Regeln ein, bevor wir für 2 1/2 Stunden mit vier Karts über die Bahn "schürten".

Die Hälfte der Bahnmiete (nicht ganz billig!) sponserte uns Frau Döpfert von der Firma LifeScan - vielen Dank!

Einweisung in die Karts
Einweisung in die Karts
Michael auf der Pole
Michael macht sich auf der Pole für den Start bereit.
Beate und Lisa "geigen" sich
Beate und Lisa "geigen" sich.
kleine Verschnaufpause zwischen den Rennen
Etwa alle 10 Minuten wechselten die Fahrer. In der Zwischenzeit hatte man Muse zum Smalltalk
Fachsimpeln
Fachsimpeln mit Walter Kamm von der Motorsportvereinigung Gerolzhofen
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06.06.2002

"Vitamine und Spurenelemente" - Leopoldina-Fortbildung

Unser Mitglied, Apotheker Dr. Hermann Kummer (Elisabeth-Apotheke Schweinfurt, Berliner Platz), referierte am 06. Juni im Leopoldina KH Schweinfurt zum Thema "Vitamine und Spurenelemente - wichtig für Diabetiker?"

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) seien Lebensmittel in nahrungsuntypischer Form (z.B. Tabletten). Ob die Einnahme sinnvoll sei oder nicht, werde kontrovers diskutiert.

Bei verschiedenen Krankheitsbildern, insbesondere bei Diabetes, wirkten die "antioxidativen" Vitamine "C" und "E" positiv auf den Stoffwechsel. Aggressive Moleküle (Sauerstoff-Radikale) seien die Ursache und der erste Schritt in der Entwicklung von Gefäßschäden.

Vitamin "E", eine fettlösende Substanz, wirke in der "Fettphase" des Blutes und die schützende Wirkung bei den Fettpartikeln des Blutes sei nachgewiesen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehle die Aufnahme von 10 bis 15 mg am Tag für (gesunde) Jugendliche. Dr. Kummer hält bei Diabetikern 100 mg + X für ausreichend, um eine schützende Wirkung zu erzielen. Diese Menge könne man durch den Verzehr von ca. 50 gr. Weizenkeimöl (Kalorien!) aufnehmen - natürlich auch mit Kapseln.

Vitamin "C" - Ascorbinsäure als wasserlösliche Substanz - wirke in der wässrigen Phase des Blutes als Fänger von Sauerstoffradikalen. Vitamin "C" werde zur Herstellung von einem bestimmten Eiweiß benötigt, das für die Auskleidung der Innenwände unserer Gefäße nötig sei, auch zur "Reparatur" von Gefäßschäden. Darüber hinaus regeneriere Vitamin "C" verbrauchtes Vitamin "E". Die Aufnahme von Vitamin "C" könne gewährleistet werden durch Verzehr von Gemüse (Broccoli, Paprika, Blumenkohl, Kartoffeln) oder Obst (Johannisbeere, Kiwi, Zitrusfrüchte). Die Aufnahme sei dosisabhängig - bei 250 mg/Tag würden 90% aufgenommen, bei 3 g nur noch 40% - Überdosierung werde üer die Nieren ausgeschieden. Es könnten hier auch retardförmige Kapseln eingenommen werden (lassen ihren Inhalt nur langsam entweichen).

Spurenelemente seien eine Gruppe von Mineralien mit einem Anteil von weniger als 50 mg/kg Körpergewicht: Zink, Selen, Chrom, Eisen und Kupfer u.a.

Zink sei in vielen Enzymen verantwortlich für die Insulinsynthese (bei Typ-II-Diabetikern), die Speicherung von Insulin und für die Bindung des Insulins an die Rezeptoren. Zinkmangel verzögere die Wundheilung und sei verantwortlich für eine gestörte Immunabwehr. 15 mg pro Tag aufzunehmen sei mit einer ausgewogenen Ernährung kein Problem. Da Zink hauptsächlich in Fleisch enthalten sei, könne bei vegetarischen Diabetikern, wegen einer erhöhten Zinkausscheidung bei Diabetikern u.U. ein Zinkmangel entstehen. Falls Zink mittels Kapseln zugeführt werden soll, empfiehlt Dr. Kummer ein Präparat, das neben Zink auch Aminosäure enthält, da dann das Zink deutlich besser aufgenommen würde. Bei Brausetabletten nehme der Körper etwa bis zu 60% des Inhaltsauf.

Chrom als Chrom-Drei (ohne 3 Elektronen) sei es als Spurenelement von positiver Wirkung (als Bestandteil anderer Proteine) für den Glucosestoffwechsel, Fettstoffwechsel und für die biologische Wirkung des Insulins - ein Chrommangel trete grundsätzlich nicht auf - falls doch, könne man mit Bierhefe substituieren.

Selen sei Bestandteil vieler Eiweiße, die zur Entgiftung benötigt würden, ein Mangel bzw. Einfluss eines Selenmangels auf den Diabetes sei jedoch unbekannt, weshalb eine zusätzliche Aufnahme nicht erforderlich sei.

Fazit:

Dr. Kummer konstatiert, dass gesunde Menschen (Anm.: damit meint er natürlich auch Diabetiker) grundsätzlich keinerlei NEM benötigten. Bei Mangelbewegung, Dauerstress und Mangelernährung nützten auch NEM nichts. Unabhängig vom Diabetes gebe es aber Gruppen, die nicht genug Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen (z.B. Senioren, die sich nicht bekochen; Kinder, die nicht alles essen).

Die Bewertung, ob ein Zusatz nötig sei, müsse jeder selbst entscheiden. Es komme immer auf die Ernährungssituation und Hyperglykämiehäufigkeit beim Einzelnen an sowie darauf, ob der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen über die Nahrung abgedeckt werden könne.

Die zusätzliche Aufnahme der Vitamine "C" und "E" sei ohne Gefahr möglich, in der Regel jedoch nicht nötig. EinZinkpräparat könne bei vegetarischen Diabetikern sinnvoll sein, eine schädliche Menge könne dabei nicht aufgenommen werden. Selen und Chrom seien grundsätzlich nicht erforderlich, falls doch ein Präparat eingenommen werde, bitte nicht in hoher Dosierung.

Dr. Kummer rät grundsätzlich ab von Multipräparaten und vom Bezug aus dem Versandhandel, insbesondere "Wundermittel" sollten Anlass zu Zweifel und Vorsicht geben.

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht verschreibungsfähig, müssen also aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Bereits eingangs seines Vortrages hatte Dr. Kummer die Schwierigkeit der gesetzlichen Einordnung von Präparaten angesprochen. So müssten bestimmte Präparate aufgrund ihres hohen Anteils z.B. an Vitamin "A" und "B" (überdosiert, weil mehr als die dreifache Tagesdosis enthalten ist) als Medikamente vertrieben werden. Eine Studie mit 180 Präparaten hätte ergeben, dass zwei Drittel eigentlich Arzneimittel seien, also eine Zulassung erforderlich sei. Die vorgeschriebene Wirksamkeitsstudie und die Zulassung seien aber recht zeitaufwändig und teuer. Einige Hersteller hätten deshalb ihren Firmensitz in das Ausland verlegt und vertrieben ihre Produkte per Direktversand.

Anmerkung:

Übrigens kommt Prof. Dr. Heinrich Laube (Gießen) in einem entsprechenden Artikel im Diabetes-Journal 05/2002 zu einem ähnlichen Ergebnis: ... In einem abwechslungsreichen, vollwertigen Speiseplan sind Mineralstofftabletten und damit angereicherte Lebensmittel überflüssig. Aber es gibt bestimmte Situationen, in denen der Bedarf anMineralstoffen erhöht ist....."

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung des Referenten wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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20.05.2002

Segeltörn mit Schulungskomponente

Versammelte Mannschaft bereit zum SegeltörnAm Pfingstmontag um 10.00 Uhr fuhren wir mit zwei Kleinbussen und einem Pkw in Schweinfurt ab. Die Schweinfurter wurden komplettiert durch André aus Cottbus, Christine aus Aschaffenburg und Ivanka aus München. Bereits zum zweiten Mal begleitete uns Doc Michael (8. von rechts). Dorit aus Nürnberg (zweite von rechts) hatte sich bereit erklärt für uns zu kochen und Michael Lemmer (Medtronic MiniMed, ganz rechts) bot das Tragen eines Sensors und Probetragen von Insulinpumpen mit Kochsalzlösung an.

Montag, nach der Ankunft: Stadtbummel in Kampen und "Auftaktessen" beim Chinesen (nicht billig, aber es hat toll geschmeckt). Kampen war bereits im 12. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum. Tolle Renaissance- bauten - es stinkt nach Geld.

Gegen 21.30 Uhr gingen wir an Bord des Klippers "JADE". Es war ein super milder Abend und Skipper Frank (ganz links) machte uns mit den Bordregeln und dem Wochenplan bekannt. Sein erster Satz: "Tut nix in dieToiletten, was ihr nicht voher gegessen habt!" - Verstopfungsgefahr.

Die JADE ist eines der Schiffe der Hanzestadcompagnie, dessen Innenaustattung besonders luxuriös ist. Konstantin und Manuela hatten den Frühstückstisch gedeckt und es erwartete uns ein besonders schöner Tag zum Segeln.

Heup-Jan (sprich: Höip-Jann), der 1. Maat, erklärt warum er Segeln mit Gruppen so schön findet: er kann angeben, die anderen müssen arbeiten. Erst werden die Segel ausgepackt, dann (Knochenarbeit) gehisst bzw. hochgekurbelt. Anwesenheit beim ersten Segelhissen war Pflicht - der Ritt von André und Doc Michael auf dem Klüver-Mast war Kür.

Je 6 Blutzuckersenoren (bis zu 72 Stunden alle 5 Minuten einen BZ-Wert) und Insulinpumpen wurden von denTeilnehmern getestet. Nachdem Michael Lemmer (MiniMed) die Funktionsweise erklärt und Doc Michael die Kanülen/Messfühler gelegt hatte, wurden die Teile drei Tage lang getragen. Die Sensorergebnisse wurden jeden Morgen ausgelesen und insgesamt am letzten Tag besprochen. Die Ausdrucke erhalten die Teilnehmer zur weiteren Abklärung mit ihren Diabetologen.

Frank und Heup-Jan hatten unsere Rückkehr am Freitag so getimed, dass es mit der Einfahrt in den Hafen zuregnen begann.

Um 15.00 Uhr nahmen wir Abschied von Frank und Heup-Jan und von der JADE - SCHADE!

Dank an unsere Sponsoren:
1. FCN-Fanclub Dettelbach, Fa. Medtronic Minimed, Autovermietung Thomas Rumpel (Schwebenried), Autohaus Roger Wendling (Schweinfurt), Autohaus Schuler und Eisner (Dittelbrunn/Werneck).

Vielen Dank auch an Dorit Schild für die tolle Versorgung in Sachen Essen und für die beiden "Kombüsen"-Hilfen Niko und Manuela.

Dank an Doc Michael, der diesmal nich tnur beim Legen von Kathedern und Sensoren zum Einsatz kam.

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08.05.2002

Mit "Roche Diagnostics" im Aeroclub Bad Königshofen

Nachdem es im vergangenen Jahr schon ein toller Treff gewesen war, trafen wir uns auch heuer wieder am Tag vor "Christi Himmelfahrt", am Mittwoch, dem 08. Mai, am Aeroclub Bad Königshofen. Am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und anschließend bei einem schönen Steak oder einer Bratwurst - Danke Maria Werner für die Organisation! - war schon recht viel Zeit zum Smaltalk. Insgesamt nutzten heuer 6 Personen die Gelegenheit für einen Rundflug in einem zweisitzigen Motorsegler.

Frau Köhler von der Fa. Roche Diagonstics stellte den Accu-Chek Compact vor. Durch die Integration einer auswechselbaren Trommel mit 17 Teststreifen entfallen die bislang zeitaufwendigen Detailschritte zur Vorbereitung des Messgerätes.

Die Messung beginnt automatisch, sobald genug Blut angesaugt wurde. Nachführen von Blut ist innerhalb von 5 Sekunden möglich. Nach 6 bis 15 Sekunden erhält man das Messergebnis.






Otto Knobling versucht mit dem neuen Messgerät zu telefonierten - es funktioniert allerdings nur in Rufweite.
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04.04.2002

Erlebnistag auf dem Reiterhof

Trotz schlechten Wetters - zwischendurch regnete es in Strümen - trafen sich über 40 Mitglieder am 04. Mai 2002 auf der Seufert-Ranch in Hambach bei Schweinfurt.

Nach einer Hofführung, bei der die Kinder den Hof kennen lernten (50 Ponys und Pferde, Federvieh, Schaf, Ziege, Hasen, Meerschweinchen, Hängebauchschweine u.v.m.) wurde geritten. Nach dem Mittagessen brachen die Kinder zur "Schatzsuche" auf und nach einer Dressurvorführung bildete eine Planwagenfahrt den Abschluss.

Alle Teilnehmer fanden es war ein toller Tag und das lag hauptsächlich an der Flexibilität der Chefin Gisela Seufert.



Die Perde wurden natürlich der Größe der Cowboys entsprechend ausgewählt ...

Während der Führung auf dem Reitplatz waren auch Gymnastikübungen angesagt ....

Kurz vor der Fütterung sangen wir mit unserer Betreuerin Heidi ein paar Songs ....
Mona und Davina, die beiden besten Reiterinnen unserer Gruppe, ritten den gefährlichen weißen Hengst "Blizzard" zu - er war am Ende lammfromm.
Dressurvorführung in der Reithalle
Zum Abschluss die Kutschfahrt.
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16.04.2002

Blutzuckersensor - Infotreff mit Minimed

  • Vorstellung des Glucosesensors der Fa. Medtronic Minimed
  • grafische Auswertung der Glucosewerte am PC

Am 16.04. stellte Martin Salzsieder von der Fa. Medtronic MiniMed 15 interessierten Zuhörern den Glukosesensor vor.

288 Glukosemessungen an einem Tag, bis zu 864 Glukosewerte innerhalb einer Zeitdauer von 72 Stunden. Bei der Arbeit, während des Schlafens...

Ein Glukosewert wird automatisch und kontinuierlich alle 5 Minuten gespeichert. Nach der Tragedauer des Sensors sucht der Patient wieder die Praxis/Klinik auf, wo die Daten aus dem Monitor auf einen PC übertragen werden. Der Sensor zeigt also nicht den augenblicklichen BZ-Wert an, sondern muss später in der Praxis ausgelesen werden. Mindestens 3 BZ-Werte müssen pro Tag eingegeben werden, um den Sensor zu kalibrieren.

Die fortlaufenden Glucosemesswerte sind für eine optimale Übersicht als Grafik dargestellt. Die Einnahme von Mahlzeiten, die Gabe von Insulin,sportliche Betätigungen oder andere wichtige Ereignisse werden in den Grafiken durch Markierungen angezeigt und gewähren auf diese Weise einen tieferen Einblick. Mit dieser Vielfalt von Daten kann man verfolgen, was vor und nach einer Mahlzeit, während des Sports und ebenso während des Schlafens passiert. Außerdem kann man sehen, wie sich Insulin konkret auf den Blutzucker auswirkt. Vorbei sind die Zeiten von Vermutungen.

Indikationen für das Tragen eines Sensors:

  • unkontrollierter Diabetes
  • schwere Hypos
  • häufige Hypos
  • Einstellung und Umstellung der Therapie

Leider klappt es nicht in jedem Fall, dass das Tragen des Sensors entsprechende Werte zur Optimierung der Therapie liefert. Sitzt der Sensor jedoch richtig und ist der Stoffwechselverlauf an allen 3 Tagen zumindest tendenziös ähnlich, so werden die Kurven der 3 Tage übereinander gelegt und die Therapie kann optimiert werden.

Übrigens sind noch nicht alle Ärzte bereit oder in der Lage, den Sensor anzulegen.

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung des Referenten wieder und ersetz im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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13.02.2002

Diabetikertag 2002 im Leopoldina KH Schweinfurt

Am Sonntag, dem 13.02.2002, veranstaltete das Diabeteszentrum des Leopoldina Krankenhauses Schweinfurt einen Diabetikertag. Klar, dass wir gerne einen Stand betrieben haben, an dem wir über unsere Gruppe und Unterschiede zwischen Typ I und Typ II Diabetes aufklärten.

  • Besucher beim Diabetikertag 2002 im Leo KH
  • großes Interesse für unseren SHG-Stand
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19.02.2002

Jahreshauptversammlung 2002

Resümee für das Jahr 2001 wird gezogen

18 Mitglieder kamen am 19.02.2002 zur Jahreshauptversammlung. Wesentlicher Inhalt desTreffens war der Bericht des Vorstandes und des Kassiers. Da wir in der Info-Post eigentlich immer über unsere Aktivitäten berichten, fasse ich an dieser Stelle kurz zusammen:

Es haben sieben Gruppentreffen stattgefunden (20.03.01 - Obertheres, 24.04.01 - Schweinfurt, 23.05.01 - Bad Königshofen, 17.07.01 - SW, 25.09.01 - SW, 06.11.01 - Burkardroth, 23.01.02- SW).

Im Leopoldina KH organisierten wir einen Vortrag mit Dr. Schmeisl (CA Klinik Fürstenhof in Bad Kissingen) zum Thema "Null Bock auf Diabetes" - 70 Zuhörer.

Ein großer Aufwand zwar, aber es hat sich gelohnt - der Ausflug nach Euro-Disney war sicher das Highlight des vergangenen Vereinsjahres (05.-08.06.01).

Das Sommerfest mit 120 Besuchern und einer großen Tombola war ein weiteres Highlight derSelbsthilfegruppe (07.07.2001).

Ein großer Erfolg war auch die Weihnachtsfeier, an der ca.180 Gäste den verschiedenen Beiträgen lauschten. Die Kinder erfreuten sich an den prall gefüllten Päckchen des Nikolaus (02.12.2001).

Außerdem war unsere Selbsthilfegruppe am 8. Elternschulungstag im Fürstenhof Bad Kissingen (12.05.01), beim zweiten Diabetikertag in Bad Königshofen (10.10.01) und am Weltdiabetikertag in einer Apotheke in Bad Kissingen (14.11.01) mit einem Informationsstand vertreten.

Auch bei den Teenies/Twens war wieder einiges geboten: Los ging es am 27.04.01 mit einem Kegelabend in Niederwerrn mit 12 Aktiven. Am 21.07.01 trafen sich 10 Leute bei Niko zum Essen und anschließender Video-Night auf der Großleinwand. Viel Spaß hatten 15 Teen und Twens sowie einige Zuschauer beim Gokart-Fahren in Gerolzhofen am 15.09.01. Am 17.11.01 schufen 15 Küche bei Manuela Werthmann ein 5-Gänge-Menu und am 23.11.01 frischten die Teilnehmerinnen desSelbstverteidigungskurses von 2000 nach einer Führung durch die Polizeidirektion Schweinfurt ihre Kenntnisse auf. Den Abschluss der Aktivitäten bildete ein Treff im Geomaris am 10.02.02, der leider nur von 5Jugendlichen angenommen wurde.

Nach kurzer Diskussion beschloss die Versammlung durch Handzeichen einstimmig, den Jahresbeitrag auf 15,00 Euro festzulegen. Wer mehr geben möchte, könne den Betrag beliebig nach oben verändern oder Spenden tätigen.

Wir benötigten 4 Vorstandssitzungen und ein "Arbeitsessen" um alle Aktionen zu organisieren und nachzubereiten.

Neben oben beschriebenen Aktivitäten haben Mitglieder der Vorstandschaft diverse Gespräche geführt mit Neuerkrankten, Ärzten, Lehrern und Mitgliedern. Natürlich waren wir auch auf verschiedenen Diabetikertagen präsent und hielten Kontakt mit anderen Selbsthilfegruppen und dem Deutschen Diabetikerbund.

Mit einer erneuten Fragebogenaktion versuchten wir uns weiter optimal auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder einzustellen.

Da keine weiteren Anträge eingegangen waren, schloss der Versammlungsleiter um 20.20 Uhr den offiziellenTeil der Jahreshauptversammlung und es blieb noch Raum zum obligatorischen Büchertausch und zum Erfahrungsaustausch.

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15.01.2002

Blutzuckermessen - schnell und mit wenig Blut

  • Ingrid Döpfert von der Fa. LifeScan
  • Vorführung des "OneTouch Ultra"
  • Test des "OneTouch Ultra" im Selbstversuch

Bei unserem ersten Treff im neuen Jahr zeigte Frau Ingrid Döpfert von der Fa. LifeScan die Funktionsweise des aktuellsten Gerätes der Firma. Den 26 Gästen demonstrierte sie die Anwendung, indem sie von Tisch zu Tisch ging und den "OneTouch Ultra" vorführte. Siehe auch Presseinfo der Fa. LifeScan unten.

Frau Döpfert machte auch aufmerksam auf abweichende Blutzuckerwerte bei Messung an alternativen Stellen, wenn man kurz davor gegessen, Insulin gespritzt oder Sport getrieben hat.

Anmerkung der SHG:
Der BZ-Wert ist nur an den Fingerbeeren oder den Ohrläppchen aktuell. Wir raten von Messungen z.B. am Arm ab. Was nutzt mir ein Blutzuckerwert, den ich vor 15 oder 30 Minuten hatte - insbesondere wenn ich gerade in eine Unterzuckerung hineingleite oder wenn ich zu hohen BZ herunter spritzen will. Die Vorteile dieses Gerätes sind jedoch das handliche Format, das Design (Geschmackssache), die kurze Messzeit und die geringe Blutmenge.

Auszüge aus der Presseerklärung der Firma:
Ein völlig neues Prinzip der Blutzuckermessung mit dem Namen "Alternate Site Testing (AST)" ermöglicht, an anderen, weniger schmerzempfindlichen Stellen des Körpers geringe Mengen Blut zu entnehmen. Basierend auf der Sensor-Technologie hat LifeScan jetzt ein System entwickelt, das auf diesem völlig neuen, nahezu schmerzfreien AST-Prinzip beruht: das Blutzucker-Messsystem OneTouch Ultra. OneTouch Ultra gibt dem Benutzer bei der Blutzuckermessung die Wahlfreiheit, die Blutentnahme entweder am Arm oder nach wie vor auch an gewohnten Körperstellen wie der Fingerbeere vorzunehmen. Erleichtert wird die Blutentnahme am Arm mittels der durchsichtigen Kappe des Penlets. Durch diesen transparenten Aufsatz kann beobachtet werden, wie sich der Blutstropfen bildet. So kann nach Aussagen des Herstellers problemlos eingeschätzt werden, wann seine Größe für die Messung ausreicht. Das Blutauftragen auf den Teststreifen wird durch die Einsaugtechnik "Fast Draw" erleichtert. Es reicht, wenn man den Teststreifen mit dem Blutstropfen in Berührung bringt, damit die zur Messung notwendige Blutmenge automatisch in den Teststreifen eingesaugt wird. Zusätzlich zeigt das Kontrollfenster, ob genügend Blut aufgetragen wurde, indem es sich rot verfärbt. Das neue OneTouch Ultra benötigt nur noch die winzige Blutmenge von 1μl. Das Ergebnis der Blutzuckermessung liegt schon nach 5 Sekunden vor.

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