02.12.2001

Nikolausfeier 2001

Erster Programmbeitrag waren Benny Kuger und Florian Mohr, die jazzige Weihnachtslieder zu Gehör brachten.
Erster Programmbeitrag waren Benny Kuger und Florian Mohr, die jazzige Weihnachtslieder zu Gehör brachten.
..wo ist denn der Ehering von Beate Wietzorek geblieben?
..wo ist denn der Ehering von Beate Wietzorek geblieben?

(Norbert Mohr)

180 Gäste hatten sich heuer wieder zu unserer vorweihnachtlichen Feier angemeldet. Ein eingespieltes Team stellte und schmückte am Morgen des 1. Advent die Tische.

Nach ein paar einleitenden Worten vom Vorsitzendender SHG konnte das Programm beginnen. Erfreulich übrigens, dass wir neben Chefarzt Dr. Giesen auch Oberarzt Dr. Koch und Frau Opitz-Vogel sowie deren Diabetesberater, Herrn Wild, und unsere beiden "Stützen" Heike Saal und Barbara Döring-Piehler (beide Diabetesberaterinnen DDG) begrüßen durften.

Im Anschluss daran hatten wir für eine zauberhafte Überraschung gesorgt. Hubert Kirchner, Magier und Illusionist, verzauberte nicht nur die kleinen Gäste. Mit lustigen Sprächen würzte Hubert Kirchner seine Vorführung: "Klaut die a?" wollte er wissen, als Claudia den Ring nicht mehr hatte.

Zum Einzug des Nikolaus griff dann Herr Wehner in die Tasten. Wie immer beeindruckte der Nikolaus vor allem wieder die Kinder. Da er etwas außer Atem war, durfte der Gruppenleiter eine Weihnachtsgeschichte vorlesen. Anschließend sang der gute Mann zu Klängen seines Keyboards weihnachtliche Lieder.

70 Päckchen hatte der Nikolaus mitgebracht, die nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Leise rieselt der Schnee" und dem Auszugslied "Lasst uns froh und munter sein" von der Vorstandschaft in seinem Auftrag an die Kinder und Jugendlichen verteilt wurden.

Erfreulich war, dass heuer genug Kuchenspenden eingegangen waren. Während des Kaffeetrinkens und danach war wieder Gelegenheit, Bekannt- schaften zu pflegen und Medien aus unserer Bücherei auszuleihen. Natürlich war wieder Ketchup u.a. zu erstehen.

Im Namen der Vorstandschaft bedanke ich mich auch auf diesem Wege bei allen Helfern und Sponsoren, die dazu beitrugen, dass wir viele unserer Ideen auch in diesem Jahr wieder verwirklichen konnten (ausführlicher Jahresbericht an der Jahreshauptversammlung im Februar). Danke auch allen Helfern,  Akteuren und Sponsoren, die liebevoll unsere vorweihnachtliche Feier mitgestalteten.

Insbesondere bedanke ich mich bei Frau Eva Pfab aus Holzhausen am Starnberger See, die außer unsere Parisfahrt nun schon zum zweiten Mal eine Weihnachtsfeier mit einem 4-stelligen Betrag gesponsert hat!

Ich bedanke mich auch bei Frau Dr. Krauth (Fa. NovoNordisk) und Frau Heuß (Fa. Beckton-Dickinson), die uns Sachspenden für die Päckchen und Helfer überließen.

Danke auch an Herrn Pfarrer Kaufmann, der leider verhindert war, und an das Hausmeisterehepaar Waltrich für die Nutzung des Pfarrzentrums und die gute Betreuung.

Allen Mitgliedern und Freunden unserer Selbsthilfegruppe wünscht die Vorstandsschaft ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr!

Wenn wir uns weiterhin gegenseitig unterstützen, werden wir alle auch in Zukunft davon profitieren.

Zauberkunststücke für die Kleinen
Der Zauberer band natürlich auch die Kinder mit ein - erstaunlich, dass das Wasser seine Farbe ändert, es in Zeitungen verschwindet und plötzlich wieder erscheint!
Der Magier verzauberte auch die Teens und Twens
Der Magier verzauberte auch die Teens und Twens ...
Auftritt des Nikolaus
Wie immer beeindruckte der Nikolaus vor allem wieder die Kinder...
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23.11.2001

Polizeidirektion SW und Selbstverteidigungs-Revival

Fingerabdrücke...

und Handflächenabdrücke werden abgenommen

Mädels hinter Gittern

Selbstverteidigung mit den Fäusten

Selbstverteidigung mit dem Knie

Befreiung aus dem Schwitzkasten

in der Polizeidirektion Schweinfurt

Am Freitag, dem 23. November 2001, trafen sich 9 Teens and Twens in der Polizeidirektion Schweinfurt zu einem Auffrischungsseminar.

Zunächst informierte Polizeihauptkommissar Stephan Lurz die süßen Mädels über die Abläufe und technischen Möglichkeiten in der Einsatzzentrale. Interessant waren insbesondere der Funkbetrieb, die Alarm- und Notrufanlagen und die Fahndungscomputer der Polizei. Beindruckt waren die Gäste von den technischen Standards - ".. die Maus erledigt fast die ganze Arbeit".

In den Räumen der Kriminalpolizei wurde Beate wegen "Dummguggens" erkennungsdienstlich behandelt. Auch noch andere Mädels wollten sich ihre Finger- und Handflächenabdrücke als Souvenier mitnehmen - kein Problem, schließlich war Norbert Mohr vor ein paar Jahren selbst beim Erkennungsdienst tätig und hatte noch nichts verlernt.

Besonders interessant waren auch die vielen Knöpfe in den Streifenwagen - klar dass nach kurzer Zeit die Polizeigarage in blaues Licht getaucht war!

Wegen "unerlaubtem Knöpfedrehens" wurden dann erst mal alle eingesperrt. Aber Kriminalkommissar Harry Dötsch ließ die Mädels nach Verbüßung einer 10-minütigen Haftstrafe wieder frei - auf zumTraining!

Während des fast zweistündigen Auffrischungskurses vertiefte der Trainer das Wissen aus dem Grundkurs und korrigierte kleinere Fehler. Auch an diesem Abend war der Schwerpunk die Einübung einfacher Tritt- und Schlagtechniken.

Gegen Ende der Veranstaltung, Harry ist längst schweißgebadet, zeigt er Mellie wie man sich aus einem Schwitzkasten befreien kann, indem man den Angreifer zu Fall bringt.

Es erfolgten Anleitungen, wie man einen Angriff von hinten abwehrt: mit den Hacken auf den Fuß des Angreifers treten und mit den Händen den Druck des Armes vom Kehlkopf nehmen, sich mit dem ganzen Gewicht fallen lassen.

Die Damen fanden es toll, dass Harry noch mit ins Cafe' gekommen ist. Er war übrigens voll des Lobes für die Lernfähigkeit der Power-Mädels. Sie hatten die Übungen vom Vorjahr regelrecht verinnerlicht.

Fortsetzung folgt in einem Jahr!

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06.11.2001

Produktpalette der Fa. Novo Nordisk und andere Messgeräte

Nach einem kleinen Ausflug in die Firmengeschichte stellte Frau Dr. Krauth die aktuelle Produktpalette der Fa. "Novo Nordisk" vor. Unter den gewohnt robusten und zuverlässigen Pens gefiel den 19 Zuhürern insbesondere der "NovoPen 3 Demi", mit dem halbe Einheiten verabreicht werden können und die Ausführung "Junior" mit ansprechendem Design für Kinder. Nächstes Jahr kommt der "Induo" auf den Markt, eine Kombination aus Blutzuckermessgerät (One Touch Ultra der Fa. LifeScan) und Pen ("Innovo"); auf den ersten Blick kann man das Set für ein Handy halten. Frau Dr. Krauth gab noch den Tipp NPH-Insuline (Basal) in der Pen-Patrone etwa 10 - 20 mal zu schütteln (ohne sie aufzuschäumen!) und nicht zu rollen - so werde gewährleistet, dass das Insulin gleichmäßig in der Lösung verteilt ist.

Herr Krämer (Krämer Medizintechnik Bad Kissingen) gab im Anschluss noch einen Überblick über die neuesten Blutzuckermessgeräte auf dem Markt.

Obwohl der "SoftSense" der Fa. MediSense, der sticht und misst in einem Gerät, deutlich billiger geworden ist (ca. 200 DM), ist er nicht der Renner, was wohl an der Größe und daran liegt, dass er von der Kasse nicht komplett bezahlt wird (wir berichteten).
Die neuen Teststreifen für den "precision Xtra" hingegen seien deutlich besser, nämlich zuverlässiger, einfacher aufzureißen und sie bräuchten weniger Blut als die alten.
Das "Glucometer Dex" von Bayer; das auf Grund einer Diskette mit 10 Sensoren nicht vor jeder Messung neu "geladen" werden muss, sei verbessert worden: der Schieber zum Herausschieben der Sensoren klemme nun nicht mehr und auf Grund der neuen Streifenführung werde nicht mehr reklamiert, dass die Sensoren sich sperren.
Beim "FreeStyle" der Fa. Disetronic stellte Herr Krämer die geringe Blutmenge in den Vordergrund - 0,3 µl sind schon ausreichend.

Der "One Touch Ultra" der Fa. LifeScan benötige ebenfalls sehr wenig Blut; eine sehr kurze Messzeit und die Tatsache, dass er bei 6°C noch zuverlässig messe, seien hier hervorzuheben.

Herr Krämer riet dann von einer Blutzuckerbestimmung an alternativen Körperstellen ab, wenn man glaube, in eine Unterzuckerung zu gleiten oder nach Mahlzeiten. Nur aus Kapillarblut der Fingerbeeren oder der Ohrläppchen lasse sich der Blutzucker zuverlässig bestimmen.

Herr Krämer demonstrierte die unterschiedliche Stärke der Lanzetten. Die dünnsten fertige die Fa. Beckton-Dickinson; BD Micro-Fine seien nur 0,2 mm dick und passten in alle Stechhilfen - ausgenommen dem Softclix der Fa. Roche.

Im Anschluss an die Vorträge saßen wir teilweise noch bis nach 23.00 Uhr im Pfarrheim zusammen. Erfreulich war, dass auch neue Gesichter zum ersten mal den Weg  zu einem unserer Treffen gefunden hatten - leider ist damit immer eine weitere Neuerkrankung verbunden.

Haftungsausschluss: Die oben dargestellten Ausführungen ersetzen nicht die individuelle Beratung durch Ihren Arzt!

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17.10.2001

Kochen bei Manu ist wie Schlemmen in Frankreich

An einem weit, weit entfernten Ort, an einemSamstag, 17. Oktober trafen sich 15 Hungrige, um bei Manuela Werthmann in Untertheres ein unbeschreibliches, sagenhaftes und superleckeres 5 Gänge Menü zuzubereiten.

Nachdem wir uns nachmittags an Kaffee undKuchen gestärkt hatten, ging es ab ca. 17:32 Uhr so richtig zur Sache. Dank dem Thermomix von Vorwerk war es sogar für unsere Küche nach anfänglichen Schwierigkeiten (Butter bitte vorher auspacken) möglich, eine Lachscremesuppe und 3 Liter Pino Colada aus dem Topf zu zaubern.

Nach fünf verschiedenen Nachspeisen war eine kleine Nachtwanderung durch das beleuchtete Untertheres genau das richtige.

Vielen Dank an Manuela Werthmann, die das alles überhaupt ermöglicht hat, an Magdalena Werthmann, die uns ihre Küche und die 4 Thermomix zur Verfügung gestellt hat und an Frau Heike Saal (Diabetesberaterin DDG), die selbst einen Thermomix daheim hat und uns so mit guten Ratschlägen zur Seite stand.

Hier trennt Andrea gerade die Eier
Hier trennt Andrea gerade die Eier
Zum Schluss genießt man die x-te Nachspeise
Zum Schluss genießt man die x-te Nachspeise
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15.09.2001

Erlebnis Gokart-Bahn in Gerolzhofen

15 Teen und Twens aus unserer Gruppe waren nach Gerolzhofen auf die Kart-Bahn gekommen.

Die 4 Karts, die wir für uns reserviert hatten, waren für 140 Minuten pausenlos auf der Strecke. Alle 10 Minuten wechselten die Piloten.

Lisa bittet um "faire" Überholmanöver.
Lisa bittet um "faire" Überholmanöver.
Ohne Helm geht nix! Oben hilft Beate Manuela beim Anlegen des Helmes.
Ohne Helm geht nix! Oben hilft Beate Manuela beim Anlegen des Helmes.

Hier erklärt Herr Kamm von der Motrosportvereinigung Gerolzhofen den Fahranfängern die Regeln und die Bedienung der Karts.
Hier erklärt Herr Kamm von der Motrosportvereinigung Gerolzhofen den Fahranfängern die Regeln und die Bedienung der Karts.
Danke an die Fa. LifeScan, die den Löwenanteil für die Miete der Karts übernommen hat.
Danke an die Fa. LifeScan, die den Löwenanteil für die Miete der Karts übernommen hat.
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21.06.2001

Fachvortrag "Null Bock auf Diabetes?"

Dr. Gerhard W. Schmeisl referiert

Kinder denken nicht weniger als Erwachsene - sie denken "anders!". Mit diesem Zitat von Jean Piaget (1896 - 1980) appellierte Dr. Gerhard W. Schmeisl, Chefarzt im Bad Kissinger Diabeteszentrum "Fürstenhof", an die etwa 70 Zuhörer im Vortragssaal des Leopoldina Krankenhauses, die Kinder nicht zu überfordern. Kinder könnten mit 9 oder10 Jahren noch nicht alles eigenverantwortlich organisieren - sie könnten frühestens ab 11 selbst an alle Utensilien denken, die sie für die Bewältigung der täglichen Behandlung benötigten. übermäßiges "Bemuttern", eine Behandlung wie ein Kleinkind (.. Hast du auch genug Traubenzucker dabei?..) seien aber möglichst zu vermeiden.

Neben theoretischem und handlungsrelevantem Wissen, vielfältiger praktischer Fertigkeiten setze die Bewältigung der Therapie vor allem ein hohes Maß an Motivation und aktiver Akzeptanz der Erkrankung voraus, so Schmeisl.

Als günstige Voraussetzungen zur Krankheitsbewältigung nannte Dr. Schmeisl:

  • Ganzheitliche Therapie: nicht der Diabetes, sondern der Diabetiker steht im Mittelpunkt
  • Erkennen und Annehmen des Diabetes als Herausforderung
  • Positives Selbstbild
  • Unterstützung (kein Bemuttern!) durch intakte Familie und verständnisvolle Umwelt
  • Selbstständigkeit bei der Stoffwechselführung
  • Soziale Kompetenz
  • Nur geringe Einschränkungen des Lebensstils durch moderne Therapieformen
  • Rechtzeitiges Erkennen und Auffangen jederzeit möglicher Störungen durch Familie, Bezugspersonen und Behandlungsteam.

Jeder, der gelernt habe, dass er etwas wert ist, egal ob er einmal eine schlechte Arbeit geschrieben oder mal schlechte Werte hat, habe ein gutes Selbstwertgefühl. Das Selbstwertgefühl sei entscheidend davon abhängig, ob die Jugendlichen überzeugt seien, selbst etwas zu bewirken und Probleme eigenständig lösen zu können. Es sei deshalb wichtig, pupertierende Diabetiker nicht anders zu behandeln als Nichtdiabetiker in dieser Phase. Man solle ihnen ruhig etwas zutrauen. Keinesfalls solle der Diabetes der Hinderungsgrund z.B. zur Teilnahme an Veranstaltungen sein.

Auf die Frage der Wichtigkeit der Protokollführung bei 14- bis 16-Jährigen erwiderte Dr. Schmeisl, dass in bestimmten Phasen die Protokollführung entscheidend sei. Ein 14 Tage korrekt geführtes Protokoll sei hilfreich für den Arzt, rasch zu erkennen, was gerade passiere. Sonst empfehle er aber, Protokolle nicht nachschreiben zu lassen. Ein Diabetiker müsse sich altersgemäß verhalten dürfen, d.h. auch mal in der Disco nicht messen, sich nicht "outen" müssen.

Dr. Schmeisl riet den Eltern Ruhe reinzubringen, nicht ständig zu korrigieren, neue Therapien zu probieren. Natürlich solle man zum Kind nicht sagen, die Einstellung sei egal, aber man solle versuchen locker und nicht krampfhaft zu sein, wenn man über die Therapie spreche.

Die lockere Art des Vortrags fand bei den Zuhörern großen Anklang. Dr. Schmeisl persönliches Engagement war für alle offensichtlich.

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung des Referenten wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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05.08.2001

Fahrt ins Eurodisney und nach Paris

DisneyLand Werbeplakat

Im Pocahontas Indian Village glaubt man sich im Wilden Westen. Im Hintergrund sind die Felsen der "Big Thunder Mountain"-Bahn zu sehen, mit der natürlich alle fahren mussten.

Neben düsterem "Grusel" in der Drachenhöhle findet man im "Fantasyland" auch bunte Splitter wie dieses Schloss aus Alice im Wunderland.

Eine Alternative zum Saloon war ein Besuch im "Disney Village", eine "Meile des Kommerzes" zwischen den Hotelanlagen und dem Disneyland Themenpark. Bis 24.00 Uhr haben die Geschäfte geöffnet, eine "Discotheque" gibt es natürlich auch. Kurz: recht bunt - ein Muss!

Der Eiffelturm war das Ende unserer Stadtrundfahrt...

Sacre Coeur am Montmartre war gegen 17.30 Uhr ein Treffpunkt - wer mochte. Die fliegenden Händler an den Stufen der Kirche sind sehr einfallsreich, um Kunden ihre Produkte "anzudrehen".

Zum Abschluss ein etwas anderer Blick auf das Hotel Newport Bay Club.

Besuch im Disneyland und in Paris

Auf Wunsch der Teenager aus der Gruppe machten wir die erste Auslandsreise nach Paris.

Zuwendungen aus verschiedenen staatlichen bzw. kommunalen Töpfen, eine private Spende, Zuschuss durch eine Krankenkasse und Sponsoring durch eine Pharmafirma ermöglichten es uns insbesondere Familien mit Kindern die Reise zu einem erschwinglichen Preis anzubieten.

Für die Hinreise hatten wir ausreichend Verpflegung dabei, so dass man kaum Brotzeit hat mitschleppen müssen. Die Teilnehmer hatten Kuchen gebacken (mit BE-Angaben), und die Reiseleitung hatte Brötchen, Brot, Wurst, Gurken etc. besorgt. Während der Fahrtunterbrechungen wurde flugs ein Tisch aufgebaut und kräftig zugelangt.

In Epernay ließen wir uns durch die Keller des Hauses "Mercier" führen. Dort lagern 18 Millionen Flaschen Champagner. Während der Fahrt auf einem kleinen Elektrozug durch die Kellergänge (insgesamt 18 km!) wurden wir von der charmanten Rachel quasi zu Kellermeistern ausgebildet. Im Anschluss an die Führung durften die Erwachsenen (erstaunlich viele waren plötzlich erwachsen!) von dem edlen Nass kosten - es bestand Gelegenheit einzukaufen.

Den ersten Tag nach der Ankunft verbrachten alle im Disneyland Themenpark. In kleinen Gruppen war es zumindest den älteren Teilnehmern möglich in einem Tag alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten "anzusteuern".

Am Abend traf man sich im oder vor dem Saloon. Es bestand reichlich Gelegenheit sich auszutauschen - auch über Diabetes. Heike Saal, unsere Diabetesberaterin, stand immer "Gewehr bei Fuß", bewaffnet mit Traubenzucker, Glucagon und sonstigen schnellen BE.

Zwei Drittel der Teilnehmer wählten als Alternative zu einem weiteren Tag im Themenpark den Ausflug nach Paris. Wir fuhren um 08.30 Uhr ab und hatten eine toll geführte Stadtrundfahrt mit Ika aus Hamburg, die in Paris lebt. Neben den Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und einigen Anekdoten erwähnte sie die Lebenshaltungskosten in Paris - z.B. muss man für eine 50 qm-Wohnung ca. 1500 DM Miete zahlen, übrigens nicht in der besten Gegend.

Der Eiffelturm war das Ende unserer Stadtrundfahrt - hier hatten wir für 40 Personen im Restaurant für das Mittagessen reserviert. So wurden wir bevorzugt behandelt und mussten nur kurz warten. Tolles Ambiente beim Mittagessen in der ersten Etage. Trotz des etwas unbeständigen Wetters, während des Mittagessens hatte es geregnet, waren wir guter Dinge. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. In kleinen Gruppen erkundeten wir die Flecken, die uns interessierten oder uns zuvor von unserer Stadtführerin empfohlen worden waren.

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23.05.2001

Der neue "Dex 2" und Rundflugerlebnis in Bad Königshofen

"Dex 2" Vorführung

Wir trafen uns bereits am späten Nachmittag am Flugplatz in Bad Königshofen. Maria Werner, unsere Gruppensprecherin im Landkreis Rhön-Grabfeld, hatte uns das Vereinsheim des Aeroclubs für den Vortrag "besorgt" und ihr Mann Harald bot den Mutigen Rundflüge im Doppelsitzer an.

Bei traumhaftem Wetter nutzten immerhin vier Mitglieder die Chance.

Maria Werner hatte auch für das leibliche Wohl gesorgt und nach dem Grillen erzählte uns Manfred Hoffmann von der Fa. Bayer, was denn am neuen "Dex 2" verbessert worden sei.

Die "Kinderkrankheiten" seien nach Rückkopplung aus dem "Markt" ausgemerzt worden. So sei vor allem die Mechanik verbessert und am Sensor gearbeitet worden. Der "Dex 2 " bestehe aus einem neuen Material, das für eine bessere "Gängigkeit" des Schiebers sorge. Der Sensor (Verfallsdatum später als 11/01) sei innen anders beschichtet und sauge jetzt besser ein. Fehlmessungen, die früher auf Grund von Lufteinschlüssen entstanden seien, gebe es heute nicht mehr. Der "Dex 2" ist übrigens an der neuen Farbe, weiß mit dunkelblauem Schieber, zu erkennen.

Auf dem unten stehenden Bild demonstrieren Manfred Hoffmann, Manuela Werthmann und Niko Weigl, dass man den Sensor am besten senkrecht mit der Spitze (der Sensor ist leicht abgeschrägt) an den Blutstropfen heranbringt. Man könne selbstverständlich auch mit dem Dex an alternativen Körperstellen messen, aber Manfred Hoffmann, der selbst seit vielen Jahren Diabetiker ist, gibt zu bedenken, dass der Blutzucker am aktuellsten in den Fingerbeeren ist -lediglich am Ohr herrsche relativ gleiche Durchblutung und Sauerstoffsättigung.

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27.04.2001

Kegeln in Niederwerm

Wohlwollend "duldeten" die 12 "Aktiven" die vier Chauffeure in ihrer Mitte (quasi ein integrierter Elternstammtisch). In der Kegelbahn der Pizzeria "Rimini" in Niederwerm wurden auf beiden Bahnen die ersten Kugeln schon vor dem Essen geschoben. überhaupt ging es auf der Bahn teilweise sehr turbulent zu - manchmal wurden allerdings vier Kugeln gleichzeitig benötigt, um die Kegel abzuräumen.

Offensichtlich hatten die Teilnehmer großen Spaß an der Aktion - und eines steht fest: Kegeln oder Bowling wird ein fester Bestandteil unseres Jahresprogrammes bleiben.

Zwischendurch wurde natürlich auch das eine oder andere Blutzuckermessgerät ausprobiert und verglichen. Voreilig neigen unsere Spezialisten übrigens nicht zum Wechsel des Gerätes, ausprobiert wird jedoch gern.

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24.04.2001

Blutzuckermessungen mit dem Glucomen

Patrick Thermann beim Vortrag
Patrick Thermann wird gelegentlich für Interessierte eine Einweisung in die Software zum "Glucomen-PC" geben. Einladung ergeht gesondert.
Claudia Manderfeld-Keller (Fa. A.Menarini Diagnostics)

Vor knapp 30 Zuhörern im St. Kilian Pfarrzentrum in Schweinfurt stellten Frau Claudia Manderfeld-Keller (Fa. A.Menarini Diagnostics) und Herr Patrick Therman (Fa. Berlin Chemie) das aktuelle BZ-Messgerät vor und stellten sich den Fragen rund um die Blutzuckerselbstbestimmung.

Leider war die Software für den "Glucomen PC" noch nicht verfügbar (der Vortrag war schon im November 2000 terminiert worden), weshalb Frau Manderfeld-Keller sich auf das Vorzeigen dieses Messgerätes beschränken musste. Die bisherigen Geräte sind für jugendliche Vielmesser (abgesehen von dem ansprechenden Design) nämlich nicht sehr attraktiv, weil nur 10 Werte gespeichert werden. Im Nachfolgegerät mit PC-Schnittstelle werden 450 Werte abspeicherbar sein. Wollen wir der Firma, die erst seit ca. 1 1/2 Jahren auf dem deutschen Markt im Wettbewerb steht, noch etwas Zeit geben.

Sie präsentierte uns ein paar interessante Zahlen, die man zur Argumentation gegenüber Krankenkassen verwenden kann, falls dort (insbesondere bei Typ-2-Diabetikern) keine Bereitschaft für die Finanzierung einer ausreichenden Anzahl von Messstreifen vorhanden ist. Auf der Basis von 1999er Zahlen wurden die Kosten für die Behandlung gut bzw. schlecht "eingestellter" Diabetiker gegenüber gestellt:

Gegenüberstellung der Kosten für gut und schlecht eingestellte Typ I Diabetiker
Typ I gut eingestellt
schlecht eingestellt
Insulinverbrauch 800 DM 800 DM
Hilfsmittelverbrauch entfällt entfällt
Selbstkontrollmaterial 200 DM entfällt
Arztkosten 600 DM 1200 DM
Arbeitsfähigkeit entfällt 5000 DM
(jährlich) entfällt 30 - 50 Tage
Krankenhausbehandlung entfällt 7000 - 10000 DM
(jährlich) entfällt 3 - 4 mal 5 - 10 Tage
Gegenüberstellung der Kosten für gut und schlecht eingestellte Typ II Diabetiker
Typ II gut eingestellt schlecht eingestellt
Selbstkontrollmaterial 500 DM entfällt
Arztkosten 1000 DM 1200 DM
Arbeitsunfähigkeit entfällt 5000 DM
Krankenhausbehandlung entfällt 7000 - 10000 DM

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung der Referenten wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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20.03.2001

Lantus (insulin glargin) - auch für Kinder?

Hans-Jürgen Günther von der Fa. Aventis referiert

(Norbert Mohr)

Hans-Jürgen Günther von der Fa. Aventis referierte über die Wirkung von Lantus (Insulin Glargin).

Diese Insulinanalog sei entwickelt worden, um eine gleichmäßige flache Basalinsulin-Konzentration über 24Stunden mit einer einmal täglichen Injektion zu gewährleisten (i.d.R. ca. 70 Prozent des zuvor während eines Tages benötigten NPH-Basalinsulins). Die Moleküle der klaren, schwach sauren Lösung (ph-Wert 4,0), die nicht mit NPH-Insulinen (ph-Wert 7,4) gemischt werden soll, seien im neutralen Unterhautfettgewebe (ph-Wert 7,4) schwerlöslich und gelangten nur verzögert in die Blutbahn. Lantus sei für Kinder ab 12 Jahren zugelassen, jüngere Kinder könnten bei entsprechender Indikation (... sonst schwer einstellbar ..) ebenfalls mit Lantus behandelt werden.

Ich fasse die im Vortrag herausgestellten Vorteile von Lantus kurz zusammen:

  • gleichmäßige blutzuckersenkende Wirkung über 24 Stunden
  • Geringere Absorbtionsvarianz als andere Basalinsuline
  • Verringertes Hypoglycämierisiko
  • Bessere Nüchternblutzuckerwerte (ICT bei Typ-I Diabetikern)
  • nur 1 Injektion/Tag
  • Klare Lösung - kein Durchmischen nötig

Nähme man die Insulinfreisetzung beim Nichtdiabetiker zum Maßstab, könne allerdings nur mit Hilfe der Insulinpumpe der Stoffwechsel nahezu optimal eingestellt werden, so Günther. Alle anderen Therapien (auch mit Lantus) wiesen dieser Therapie gegenüber Mängel auf.

Herr Günther räumte ein, dass leider nicht bei allen Patienten die Wirkung 24 Stunden anhalte. Manche Patienten seien dazu übergegangen die Dosis zu splitten; Überlappungseffekte seien nicht beobachtet worden - manchmal könne eine zusätzliche NPH-Basalinsulin-Gabe um die Mittagszeit therapeutisch sinnvoll sein, weil dann die sonst oft für Hypos verantwortlichen Wirkungsspitzen positiv genutzt werden könnten. Diabetesberaterin Heike Saal wirft ein, im Leopoldina KH hätte man gute Erfahrungen damit gemacht, Lantus um 17.00 Uhr zu spritzen.

Auf die Frage nach Insulinanpassung bei sportlicher Betätigung berichtet Herr Günther von den Erfahrungen des Herrn Dr. Christoph Michel (der selbst Lantus spritzt):

Dr. Michel reduziert Lantus nie. Anpassung

  • bei kurzen sportlichen Betätigungen durch "Sport-BE", Reduzierung des kurz wirksamen Insulins;
  • bei lang andauernder, kontinuierlicher sportlicher Betätigung durch Trinken von Fruchtsäften oder kohlenhydrathaltigen Getränken (bis zu 4 Liter Fruchtsaft - also 40 BE!) - damit wird der Flüssigkeitsverlust kompensiert und der BZ im leistungsfähigen Bereich (80 - 200 mg/dl) gehalten;
  • bei mehrtägiger, andauernder körperlicher Belastung durch Anpassung der Kohlenhydrate und des kurzwirksamen Insulins;

Er berechnet keinen Muskelauffülleffekt oder ähnlich schwer voraussagbare Faktoren sondern mißt entsprechend häufiger den Blutzucker.

Auf den sehr kritischen bzw. negativen Artikel im "Insuliner" Nr. 54 angesprochen, in dem aus dem Arznei-Telegramm 2000 zitiert und vor der Verwendung von Lantus gewarnt wurde, weil es potentiell kanzerogen sei und möglicherweise Retinopathien fördere, erwiederte Herr Günther, bei Knochenkrebspatienten oder bei Vorliegen einer proliferativen Retinopathie könne wohl ein höheres Risiko für das beschleunigte Fortschreiten der Krankheit bestehen. Er legte die Stellungnahmen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und von Kellerer und Häring (Universitätsklinikum Tübingen) auf, die eher beruhigend klingen. Die Schlußfolgerungen aus den Versuchen seien mit klinischen Daten schwer zu vereinbaren, auch trafen beide Stellungnahmen die Aussage, dass die Art der Versuche für die Beurteilung ungeeignet seien, es seien dafür herkömmliche tierexperimentelle Modelle erforderlich.

Wer sich näher mit der Problematik befassen will, sollte mit seinem Arzt sprechen und/oder die zitierten Artikel und Stellungnahmen selbst lesen (Stellungnahme Kellerer/Häring kann bei mir angefordert werden).

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung des Referenten wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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23.01.2001

SoftSense - Stechen und messen - alles in einem

Frau Mayer von der Fa.MediSense stellt SoftSense vor

viele interessierte Zuhörer
Natürlich hatten wir noch genügend Zeit uns in geselliger Runde auszutauschen, Bücher auszuleihen oder unseren Vorrat an Diabetikerketchup aufzufüllen.

(Norbert Mohr)

Gut 40 Gäste durften wir im St. Kilian Pfarrzentrum in Schweinfurt begrüßen als Frau Mayer von der Fa.MediSense das neu entwickelte Blutzuckermessgerät ihrer Firma vorstellte.

Nach dem Aufsetzen des etwa handtellergroßen bauchigen Instrumens auf Daumenballen, Unter- oder Oberarm löst man die Lanzette aus. Durch das anschließend aufgebaute Vakuum kann das Gerät Blut aus der Haut saugen, das der vorher eingelegte Teststreifen sofort aufnimmt. Wenn die Blutmenge ausreichend ist (2 μl), beginnt der Messvorgang automatisch. Nach 20 Sekunden zeigt das Gerät auf einem großen Display den Blutzuckerwert an (30 - 450 mg/dl). Es kann übrigens 8 Stunden im Voraus geladen werden, 450 Daten speichern und verfügt über eine Schnittstellezum PC.

Das Gerät eignet sich für Patienten, die auf alternative Körperstellen ausweichen wollen, weil sie sich häufig messen und/oder sie die Fingerbeeren schonen wollen. Im SoftSense befindet sich die wohl kleinste Vakuumpumpe, die je in ein medizinisches Gerät eingebaut worden ist (so Frau Mayer), dennoch ist es deutlich größer als die herkömmlichen Blutzuckermessgeräte. Tests bei Kindern in unserer Gruppe haben ergeben, dass es bei kleinen Ärmchen, etwa bei einer 6-Jährigen, Schwierigkeiten gibt mit dem Aufbau eines Vakuums bzw. der Blutgewinnung.

Bis Ende März kann man das Gerät zum Einführungspreis von 595 DM erwerben, danach muss man gar 795 DM berappen. Wegen der Möglichkeit der Verordnung sprach ich mit Herrn Kemmer von der AOKBayern, Direktion Schweinfurt, Abteilung Hilfsmittel:

Im Einzelfall übernimmt die AOK Bayern die Kosten für das Gerät vollständig; allerdings unter Einschaltung des Med. Dienstes (strenge Kriterien, z.B. Vielmesser, Neuropathien an den Fingerbeeren o.ä.). Kauft sich jemand den SoftSense ohne Einschaltung des Medinischen Dienstes, wird, wenn ein BZ-Messgerät vom Arzt verschrieben wurde, der Preis für ein adäquates Gerät erstattet - in Bayern 90 DM.

Haftungsausschluss: Der Bericht gibt die Meinung der Referentin wieder und ersetzt im Hinblick auf die individuelle Beratung keinen Arztbesuch.

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